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Datum: 14. Mai 2022 | Autor: Matthias Ludwig | 1 Kommentar

Wer holt den Cup? SGE Olé.

Am Mittwoch ist es soweit, Eintracht Frankfurt kann das ganz große Ding schaffen. Mit einem Sieg im Europa-League-Finale darf die SGE sogar nächste Saison in der Champions-League mitspielen. Nachdem man es in dieser Spielzeit in der Bundesliga auf Platzt 11 hat ausplätschern lassen, ist es die einzige Chance, die Adler auch nächstes Jahr wieder über Europa kreisen zu lassen. Und diese Chancen sind, das sei mal vorweggenommen, gar nicht schlecht. Betrachten wir zunächst den Gegner aus Schottland, den FC Rangers aus Glasgow. Die Rangers führen in ihrem Land die Meisterschaft an, was aber nicht überbewertet werden sollte, denn die durchschnittliche Spielstärke dieser Liga ist niedriger als die der zweiten Bundesliga. Glasgow liegt mit 1707 Elo-Punkten im Spielstärke-Ranking in seiner Liga allerdings deutlich vor. Die SGE kommt mit einer Spielstärke von 1735 Elo-Punkten dagegen auf einen leicht höheren Wert, nur zum Vergleich die Bayern liegen bei 1961 Elo-Punkten.

Die Rückkehr der SGE nach Sevilla

Die SGE hatte nach der Gruppenphase auf ihrem Weg ins Finale wirkliche Brocken aus dem Weg zu räumen: das erkämpfte Unentschieden im Achtelfinale gegen Betis Sevilla in der Nachspielzeit des Rückspiels, im Rückspiel des Viertelfinales wurde der große FC Barcelona im Camp Nou mit 3:2 besiegt und die Hammers aus dem Westen Londons wurden auswärts und zuhause auf dem Amboss zurecht geschmiedet. Aber auch die Rangers hatten keine einfachen Gegner. In den Playoffs setzten sie sich gegen den BVB durch. Mit dem Roten Stern Belgrad ging es einfacher. Dann folgte zunächst die Niederlage in der Felsenhölle von Braga. Letztlich entschieden die Rangers im Rückspiel das Viertelfinale für sich. Im Halbfinale gegen Rasenball Leipzig hatten sie das bessere Ende. Es waren nicht die ganz großen Gegner, aber es waren zwei deutsche Mannschaften dabei, die nächstes Jahr wieder Champions-League spielen werden.

Der Mannschaftswert zählt

Was für die Eintracht spricht ist ihr Mannschaftswert. Auf transfermarkt.de wird dieser mit knapp 200 Mio. € angegeben. Dagegen wirkt Glasgow mit 132,5 Mio. € fast preiswert. Verwendet man diese beiden Parameter für die Siegchancen-Berechnung der Eintracht, so ergibt sich nach 90 Minuten Spielzeit 44% für Sieg, 25% für ein Unentschieden und 31% für eine Niederlage. Bei einem Elfmeterschießen steigen die Chancen der SGE tatsächlich auf 56%. Für eine ganze Saison ist natürlich der gesamte Spielerkader wichtig, aber für ein Spiel könnte man ja den Wert der Startelf nehmen. Nehmen wir den Wert der Startelf beim letzten Saisonspiel gegen Mainz (was mir verdächtig wie die Startelf am Mittwoch vorkommt) so beläuft sich dieser auf 145 Mio. €. Wendet man dieses Verfahren bei Glasgow an, kommen wir nur auf 60,5 Mio. €. Also ist die Frankfurter Startelf ca. 2,5 mal so viel wert, wie die der Schotten. Nutzt man die Startelf-Werte zur Siegchancen-Berechnung, so steigt Chance nach 90 Minuten zu gewinnen für die Adler auf 48%.  Das Match nach 120 Minuten und Elfmeterschießen zu gewinnen gelingt der Eintracht sogar zu 61%. Für Glasgow schlagen damit nur 39% zu Buche. Rechnen wir noch den positiven Auswärtsfaktor der Eintracht dazu dann heißt es im Stadion Ramón Sánchez-Pizjuán: SGE Olé, Olé, Olé!

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