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Datum: 23. März 2017 | Autor: Matthias Ludwig | 5 Kommentare

Die magische 40-Punkte-Grenze

Es schwirrt jetzt durch alle Köpfe: reichen 40 Punkte zum Klassenerhalt?   Im Sommer, zu Beginn der Liga ist die 40 Punktemarke  für alle ausgemachten Anstiegskandidaten die angesagte magische Grenze.  Dabei ist diese magische Grenze mathematisch- theoretisch erst einmal nicht haltbar. Würde jede Mannschaft theoretisch sein Heimspiel gewinnen, hätte jede Mannschaft 17×3 =51 Punkte. Also kann theoretisch auch mit 51 Punkten und einem schlechten Torverhältnis absteigen. Es kann sogar noch schlimmer kommen, wenn zwei Mannschaften alle Spiele verlieren, dann bekommt man noch 6 Punkte dazu und hat 57 Punkte und kann wegen eines schlechtern Torverhältnisses in die Relegation und absteigen. Ebenso kann man mit 6 Punkten die Klasse halten. Nämlich dann, wenn es vier Mannschaften gibt die alles verlieren, bis auf die Spiele untereinander und diese dann auch noch alle Unentschieden ausgehen. So hat jede dieser vier Mannschaften 6 Punkte. Die drei Mannschaften mit schlechterem Torverhältnis steigen ab.

Diese 40 Punkte Grenze ist ein Mythos. Denn bisher haben (seit Einführung der 3-Punkte-Regel) immer weniger Punkte gereicht um die Klasse zu halten.  In der Saison 1997/98 stieg der Karlsruher SC mit 38 Zählern, der höchsten historischen Abstiegspunktzahl, ab. 39 Punkte haben also bisher immer gereicht. Der Durchschnittswert ist aber viel geringer. Er liegt bei knapp 36 Punkten. Und wie viele Punkte braucht man diesmal?  Die Grenze lässt sich mit unseren Daten gut simulieren. Auch dieses Jahr reichen wohl 36 Punkte für den Klassenerhalt. Mit 36 Punkte besteht ein 1%-Gefahr, dass man auf dem direkten Abstiegsplatz landet, mit 17% landet man auf einem Relegationsplatz und mit 82% auf einem Nichtabstiegsplatz. Hat man 37 Punkte, so ist der direkte Abstieg  nur theoretisch möglich, zu 87% landet man auf einem Nichtabstiegsplatz. Mit 38 Punkte bleibt man sicher drin.

Die HSV- Gruppe in Facebook hat mal die rettenden Punktzahlen der letzten zwanzig Jahre zusammen gestellt. Ergebnis: 35,85 Punkte hatte der Tabellen-Fünfzehnte im Durchschnitt.

 

5 Gedanken zu „Die magische 40-Punkte-Grenze“

  1. Hallo Matthias,
    den Satz „Ebenso kann man mit 0 Punkten die Klasse halten, wenn es eben drei Mannschaften gibt, die ein schlechteres Torverhältnis haben“ solltest Du aus dem Artikel streichen. Du hast dabei übersehen, dass besagte Mannschaften auch gegeneinander spielen. 🙂

  2. Außerdem sind es nicht 57 Punkte, sondern nur 54 Punkte, da man 3 Punkte sowieso schon durch den Heimsieg gegen die Teams mit 0 Punkten eingefahren hätte.

    1. also man gewinnt auch die BEIDEN Auswärtsspiele gegen die Mannschaften die auch die anderen verlieren. So mit erhält man 3+3 Punkte also 6 Punkte, oder? Das machen die anderen „Guten“ Mannschaften auch, als haben 16 Mannschaften 57 Punkte die beiden letzten mann schaften haben jeweils 3 Punkte. Somit sind alle möglichen 918 Punkte aus den 306 Bundesligabegegungen verteilt.

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